Die Gründung der Narrengruppe See-Grendl

Der See-Grendl ist die siebte und bis dato jüngste Maskengruppe in der Narrenzunft "Seegockel" Friedrichshafen.

"Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Narrenfreunde! Ich freue mich, Sie heute Abend hier zu dieser Gründungsversammlung begrüßen zu dürfen."

Mit diesen Worten eröffnete Joachim Fach die Gründungsversammlung am 25.10.1976 im Schlossgarten in Friedrichshafen.
Er begrüßte ca. 25 Personen und stellte sich als Gründer dieser Gruppe vor. Er richtete einen besonderen Gruß an den Präsidenten des Alemannischen Narrenrings, Herrn Gerd Herrigel und den Vizepräsidenten des Narrenvereins "Seegockel", Herrn Eugen Moser.
Er berichtete über die Entstehung der neu geschaffenen Maske:

"Nach Abschluss der letzten Fasnet (1975) saßen wir privat gemütlich beisammen und dabei kam zur Sprache, dass zur Auflockerung der hiesigen Gruppen eine neue Maske gut ins Gesamtbild passen würde. Wir einigten uns auf eine Dämonische Maske mit einem dementsprechenden Kostüm. Nach mehreren Entwürfen haben wir uns für diese Maske entschieden."

Er habe mit dem örtlichen Narrenverein "Seegockel" Verbindung aufgenommen und nach
Kettenrassler Lupe   Kettenrassler
mehreren Gesprächen auch mit dem Präsidenten des "Seegockel", Herrn Albert Brauchle, sich auf einen Maskentyp aus mehreren Entwürfen geeinigt. Zur Entstehung des Häs wurde noch der Rat von Frau Sieger (Berufsschullehrerin) eingeholt. Es sollte auch ein nicht alltäglicher Name für diese Figur gefunden werden, der sich auf das Wasser oder den Bodensee bezieht. Es waren Namen wie "Seeteufel" oder "Kettenrassler" im Gespräch. Der Präsident des Alemannischen Narrenrings fand aus der germanischen Mythologie den Namen "Grendl". Man einigte sich und gab dem neuen Maskentyp den Namen "See-Grendl".
Nun bat Herr Joachim Fach um Aufnahme mit Maske und Häs in die Reihen der Alemannischen Fasnet bei der Narrenzunft "Seegockel" Friedrichshafen:

"Hiermit stelle ich den Antrag an die Vorstandschaft, Elferräte und Gruppenführer, dass wir nach der Gründungsversammlung in den Narrenverein der Seegockel als Vereinsmitglied aufgenommen werden."

Der Hexenmeister der Buchhornhexen, Herr Alfred Hermann, bekundete die Bereitschaft der Narrengruppe, die neue Gruppe in die Gemeinschaft der Hästräger aufzunehmen. Die
Gründungsurkund Lupe   Gründungsurkunde
Buchhornhexen übernahmen die Patenschaft. Joachim Fach übergab die Maske an den Präsidenten des Alemannischen Narrenrings Gerd Herriegel und bat um die Aufnahme in die große Narrenfamilie. Dieser erklärte den Namen "Grendl" als ein Ungeheuer germanischen Ursprungs, das sein Unwesen im Wesentlichen in den Fjorden Norwegens und den zerklüfteten Küsten der Nordsee getrieben hatte.
Danach übergab der Ringpräsident die Maske dem Vizepräsidenten Eugen Moser, damit dieser "See-Grendl" zukünftig ein Teil dieses Narrenvereins sein sollte.
Der Vizepräsident nahm im Namen des Narrenvereins "Seegockel" die neue Maskengruppe mit allen Rechten und Pflichten in die Vereinsfamilie auf.
Joachim Fach bedankte sich für die Aufnahme und nach dem Beifall der Anwesenden wurde die Gründungsversammlung geschlossen.

Beim Gschellabstauben am 08.01.1977 wurde dann der See-Grendl der Öffentlichkeit vorgestellt.

Zu den damaligen Gründungsmitgliedern gehörten außer Joachim Fach:

Marlene FachKlaus HofmannNorbert Leins
Peter FuchslochSonja KlösgesVinzenzo Levo
Wolfgang HitzekRobert LapinskiRainer Sattmann

Von diesen anfänglich 10 Mitgliedern wuchs die Gruppe bis zum 33-jährigen Jubiläum 2009 auf 183 Mitglieder an, unterteilt in:

Aktive Mitglieder:87
Passive Mitglieder:41
Jugendliche 12 - 18 Jahre:23
Kinder bis 11 Jahre:32

so wie die Ehrenmitglieder:
Franz Schlegel
Gerd Herriegel †
Karl Schmidt
Albert Brauchle

Letzte Aktualisierung: 04.11.12